Weihnachtsbaum entsorgen - wohin damit nach dem Fest?

Ein Christbaum schenkt zum Weihnachtsfest viel Freude. Aber wie wirst du das sperrige Ding nach Weihnachten wieder los? Tipps zur richtigen Entsorgung.

Christbaum ade! Entsorgungsoptionen für Weihnachtsbäume

Gänsebraten, Kerzenschein, ein geschmückter Christbaum und raschelndes Papier - das alles gehört zu Weihnachten. Doch leider ist das Fest so schnell vorüber. Übrig bleiben ein überquellender Papiercontainer und dein nadelnder Weihnachtsbaum. Spätestens wenn sich mehr Nadeln auf dem Boden befinden als an den Zweigen, wird es Zeit, Abschied von deinem Christbaum zu nehmen.

Bio-Christbaum sinnvoll weiterverwenden

Hast du dich für einen Bio-Weihnachtsbaum entschieden, kannst du ihn für verschiedene Zwecke weiterverwenden.

  • Deinen "Bio-Tannenbaum" kannst du nach dem Fest einem Zoo in deiner Nähe als Futter für Tiere wie Elefanten und Kamele anbieten. So macht er auch nach dem Fest noch Freude.
  • Rückst du deinem Bio-Weihnachtsbaum mit der Säge zu Leibe, gehört der Stamm in die Bio-Tonne. Die gehäckselten Zweige gibst du einfach in den Kompost.
  • Die zerkleinerten Nadelbaumzweige eignen sich außerdem gut, um Beete im Winter abzudecken und Pflanzen vor Schnee zu schützen.

Weitere Entsorgungsmöglichkeiten für Christbäume

  • Die meisten Gemeinden bieten an einem Tag - meist im neuen Jahr - die kostenfreie Abholung von Weihnachtsbäumen an. Das Datum findest du in deinem Abfallkalender, der einmal jährlich den Haushalten zur Verfügung gestellt wird. Am Vorabend des Abholtermins legst du deinen abgeschmückten (!) Tannenbaum an die Straße. Die Müllabfuhr sammelt die Bäume ein.
  • Möchtest du deinen Christbaum länger stehen lassen oder früher entsorgen, gib ihn einfach kostenlos bei einer Sammelstelle ab. Ort und Öffnungszeiten erfährst du auf der Webseite des örtlichen Entsorgungsunternehmens.
  • Du hast einen Kamin oder eine Holzheizung? Damit der Christbaum als Heizmaterial verwertbar ist, muss das Holz erst - beispielsweise in der Garage - trocknen und einige Zeit lagern.
  • Die Zweige von Nadelbäumen eignen sich gut als Frostschutz für Garten- und Balkonpflanzen im Januar/Februar.

Weihnachtsbaum im Wald ablegen? Absolutes No-Go!

Das hat gute Gründe: Viele Weihnachtsbäume (außer Bio-Bäume) sind mit Chemikalien behandelt, deshalb werden sie von den Kleintieren des Waldes gemieden. Aber auch ein chemiefreier Nadelbaum verrottet erst nach langer Zeit. Alte Weihnachtsbäume haben deshalb im Wald und generell in freier Natur nichts zu suchen.

Nachhaltige Alternativen: Tipp für Umweltbewusste

Einen Weihnachtsbaum musst du übrigens nicht unbedingt kaufen - du kannst ihn auch ausleihen. Baumschulen und Förstereien vermieten Weihnachtsbäume im Topf, die nach dem Fest wieder eingepflanzt werden. Natürlich kannst du einen Weihnachtsbaum aus dem Topf auch in deinen Garten verpflanzen - vergiss aber nicht, ihn reichlich zu wässern, solange er im warmen Zimmer steht. Das hilft übrigens bei jedem Baum, damit er nicht so schnell seine Nadeln verliert und du länger Freude daran hast. Christbaumständer mit Wasserbehälter findest du bei uns im Raiffeisen-Markt.

Um zu vermeiden, dass beim Abtransport die ganze Wohnung und das Treppenhaus vollgenadelt werden, kannst du einen speziellen Christbaumsack verwenden. Hast du gerade keinen zur Hand, tut es aber auch ein altes Bettlaken. Stell den Baum einfach darauf und wickle ihn darin ein, bevor du ihn vor die Tür bringst.