Trockenbauwände richtig erstellen

Unser Ratgeber zeigt dir, wie Trockenbauwände am besten zu erstellen sind und welche Materialien du dafür brauchst. Jetzt informieren und loslegen!

Im Trockenbau Zwischenwände schnell und sicher erstellen

Der Innenausbau von Dachböden, Kellern oder ganzen Wohnungen erfolgt im Trockenbau deutlich schneller und unkomplizierter als in klassischer "Nassbauweise". Die Profile und Platten, die du für Trockenbauwände benötigst, lassen sich mühelos von einer Person verarbeiten. Außerdem sind Trockenbauwände hohl: Das heißt, dass du elektrische und sanitäre Leitungen einfach in ihrem Inneren verlegen kannst. So kannst du auf Mauerschlitze verzichten, die du später wieder verfüllen müsstest. Halte dich an folgende Arbeitsschritte, dann fällt dir das Erstellen von Trockenbauwänden besonders leicht.

Schritt 1: Materialbedarf berechnen und passende Materialien einkaufen

Zunächst einmal solltest du grob den Materialbedarf für deine Zwischenwand berechnen. Bedenke dabei, dass beim Zuschnitt von Ausbauplatten Verschnitt anfällt. Außerdem musst du die Wand beidseitig mit Platten beplanken. Als Unterkonstruktion eignen sich sowohl Latten als auch Trockenbauprofile. Letztere sind einfacher und schneller verarbeitet: Du benötigst sogenannte UW-Profile für Boden und Decke sowie CW-Profile als Zwischenständer.

Bei den Platten wählst du abhängig vom Einsatzort zwischen:

  • Gipskartonplatten
  • Faserplatten
  • Feuchtraumplatten und
  • zementgebundenen Ausbauplatten

Lass dich bei der Auswahl der passenden Platten in unserem Raiffeisen-Markt beraten, um später keine bösen Überraschungen zu erleben!


Schritt 2: Errichten der Unterkonstruktion

Nehmen wir der Einfachheit halber an, dass du deine Unterkonstruktion mit Trockenbau-Profilen erstellst. Dann markierst du zunächst mit Lot und Wasserwaage die Position der Zwischenwand auf Wänden und Boden. Nun schneidest du zuerst die UW-Profile (Rahmenprofile) passend zu Boden und Decke zu. Vor der Montage beklebst du deren Unterseite mit einem hierfür erhältlichen Dichtband. Nun kannst du die Rahmenprofile an Decke und Boden festdübeln.

Schneide jetzt die CW-Ständerprofile auf die passende Länge zu und setze sie in den befestigten Rahmen ein. Beginne mit den beiden Profilen an den Wänden und beklebe auch diese zuvor mit Dichtband. Die beiden Profile werden ebenfalls mit Dübeln befestigt. Nun setzt du die übrigen Ständerprofile über die gesamte Breite der Zwischenwand ein und richtest sie aus. Ihr Abstand untereinander richtet sich nach der Breite der Ausbauplatten. Gemessen wird hier immer von Profilmitte zu Profilmitte. Hast du eine Tür in Deiner Trockenbauwand geplant, musst du ein Türsturzprofil an der entsprechenden Stelle einsetzen und mit den Ständerprofilen verschrauben oder vernieten. Unten stabilisieren Steckwinkel die Türkonstruktion zusätzlich.

Schritt 3: Unterkonstruktion mit Ausbauplatten beplanken

Nun kannst du mit der Montage der Ausbauplatten beginnen. Achte auf eine fugenversetzte Verlegung und darauf, dass du geschnittene Plattenkanten fürs spätere Verspachteln anfasen musst. Verschraube die Platten mit Schnellbauschrauben so, dass der Schraubenkopf komplett in der Platte versenkt ist. Bevor du nun die zweite Wandseite beplankst, verlegst du zunächst alle benötigten Leitungen in der Wand. Hierfür nutzt du die Aussparungen in den Profilen.

Schritt 4: Verspachteln und verputzen der Trockenbauwand

Verspachtle die Fugen sauber, nachdem du sie mit Gewebeband überbrückt hast. Anschließend verspachtelst du auch die Schraubenlöcher und schleifst dann die ganze Wand mit einem Trockenbauschleifer glatt. Nach der Behandlung mit Tiefengrund lässt sich die Wand nach Belieben streichen, tapezieren oder verputzen.

Mit diesen wenigen übersichtlichen Arbeitsschritten hast du im Handumdrehen eine neue Zwischenwand erstellt. So lassen sich Räume effizient gestalten!