Tomatenpflanzzeit: Anbau und Pflege von Tomaten

Erfahre, wie du deine eigenen Tomaten für Köstlichkeiten wie Ketchup, Grillsoßen & Co. richtig anbaust!

Tomaten selber anbauen und genießen

Tomaten gehören einfach zur Sommerküche. Ob Ketchup, Grillsoße oder frisch zubereiteter Brotaufstrich - das Mittelding zwischen Obst und Gemüse schmeckt als Bestandteil der verschiedensten Speisen wie auch pur. Um Tomaten selber anzubauen, brauchst du nicht einmal einen Garten. Ein Balkon oder eine Terrasse genügt völlig.

Unsere Empfehlung: samenfestes Bio-Saatgut

Bei der Wahl des Saatguts entscheidest du dich am besten für samenfestes Bio-Saatgut. Im Gegensatz zu F1-Saatgut hat es den Vorteil, dass aus den Samen der geernteten Früchte in den Folgejahren genauso erstklassige Tomaten wachsen wie beim ersten Anbau.
 
Ab Anfang März kannst du mit dem Aussäen in kleine Töpfe beginnen. Decke die Töpfe mit Folie ab und stelle sie bis zum Keimen der Samen auf eine warme, sonnige Fensterbank.
 
Wenn du nicht so geduldig bist, kannst du auch vorgezogene Tomatenpflanzen kaufen. Je nach Geschmack und Vorlieben gibt es z. B. Fleisch-, Cocktail oder Eiertomaten. Die unterscheiden sich in ihrer Fruchtform und werden je nach Verwendungszweck ausgewählt.

Tomatenpflanzen ins Freie bringen 

Nach den Eisheiligen um den 20. Mai herum setzt du die kleinen Tomatenstauden draußen in die Erde. Ein nährstoffreicher und lockerer Boden ist wichtig, um 

  • die Säure- und Zuckerkonzentration sowie
  • den Anteil an Trockensubstanz in den Früchten

zu erhöhen. Dies verbessert den Geschmack und die Haltbarkeit. Vermische die Erde dazu mit etwa drei bis fünf Litern Kompost pro Quadratmeter. 

Tomaten haben gern reichlich Platz zum Wachsen. Sorgst du dafür, belohnen sie dich mit einem besonders süßen Geschmack, weil der Zuckergehalt dadurch steigt. Zwei Pflanzen pro Quadratmeter sind ideal. 

An warmen, sonnigen Standorten fühlen sich Tomatenpflanzen am wohlsten. Schütze sie außerdem gegen Wind und Regen. 

Tipp: 
Platziere die Tomaten vor einer Südwand am Haus. Sie strahlt die Wärme der Sonne zurück und gibt sie an die Pflanzen ab.


Vermeide Nässe. Mit Regen- oder Gießwasser benetzte Tomaten ziehen die Kraut- oder Braunfäule an. Dieser schädliche Pilz ist an schwarz-braunen Flecken auf den Blättern und später auch auf den Früchten erkennbar. Er führt häufig zum Tod der Pflanze.

Wichtige Pflegemaßnahmen kurz erklärt

Decke die Tomatenstauden bei feuchter Witterung mit einer Plane ab. Diese darf die Pflanzen aber nicht berühren und muss nach dem Regen schnell wieder entfernt werden. Alternativ kannst du auch ein Tomatenhaus nutzen. Es besteht aus zwei Wänden und einem Dach. Stellst du die Pflanzen auf einen überdachten Balkon, sind diese Maßnahmen nicht notwendig. 

Sorge dafür, dass die Erde, in der deine Tomaten wachsen, immer feucht ist, aber nicht zu nass. Besonders wichtig ist es, nur die Wurzeln und die Erde zu gießen. Am besten erledigst du das am frühen Morgen. 

Für eine reiche Tomatenernte ist das regelmäßige Ausgeizen unverzichtbar. Dabei entfernst du die jungen Seitentriebe, damit die Pflanzen ihre ganze Kraft für die Haupttriebe nutzen können. Ohne das Ausgeizen bilden die Pflanzen nur viele kleine Früchte aus, die nicht reifen.

Ab Beginn der Blütenbildung solltest du deine Tomatenpflanzen alle zwei Wochen mit einem kaliumreichen Tomatendünger versorgen. Außerdem brauchen fast alle Tomatenpflanzen eine Rankhilfe.

Befolgst du unsere Tipps, steht einer reichen, fruchtig-süßen Tomatenernte für köstlichen Ketchup und peppige Grillsoßen nichts im Wege. Alle Hilfsmittel, vom Saatgut über den Dünger bis hin zur Rankhilfe, bekommst du günstig bei uns im Raiffeisen-Markt.