Mit Rasenschnitt mulchen

Statt den Rasenschnitt in die Biotonne zu geben, kannst du ihn als natürliches Mulchmaterial verwenden und deinen Pflanzen damit Gutes tun.

Beim regelmäßigen Rasenmähen fällt jede Menge Schnittgut an, das oft in der Biotonne landet. Doch das muss nicht sein. Wesentlich sinnvoller und nachhaltiger ist es, Rasenschnitt zum Mulchen zu verwenden. Das kommt deinen Pflanzen und deinem Portemonnaie zugute, weil du weniger Dünger benötigst.

Vorteile des Mulchens mit Rasenschnitt im Überblick:

- Der Rasenschnitt lässt sich leicht verteilen.
- Das Schnittgut wird optimal verwertet.
Der Boden trocknet nicht so schnell aus.
Die Erde verschlammt bei Regengüssen nicht.
Bodenorganismen verwandeln das Material in wertvollen Humus.
Lästiger Unkrautwuchs wird gehemmt.

So gehst du beim Mulchen mit Rasenschnitt richtig vor
Lege auf dem Rasen sowie unter Bäumen und Sträuchern Rasenschnitt in dünnen Lagen aus. Die Mulchschicht sollte bei frischem Schnittgut etwa acht bis zehn und bei leicht angetrocknetem Gras maximal vier bis fünf Zentimeter hoch sein.
Wenn du "zu dick aufträgst", lockst du Schnecken an. Außerdem fault übermäßig dicker Rasenschnitt leicht. Streue erst dann neuen Rasenschnitt nach, wenn sich die untere Lage fast zersetzt hat. Dies ist normalerweise nach ungefähr zwei bis drei Wochen der Fall.

Spezialfall Gemüsebeet
Bringe vor dem Mulchen etwas Bio-Langzeitdünger aus, den du bei uns im Markt erhältst. Diese vorbereitende Maßnahme ist wichtig, denn der Verrottungsprozess entzieht dem Boden Stickstoff. Den braucht das Gemüse aber, um gut zu wachsen.

Rasenmäher mit praktischer Mulchfunktion
Bei uns im Markt findest du spezielle Rasenmäher mit Mulchfunktion. Diese Mulchmäher sammeln den Rasenschnitt nicht im Fangkorb. Stattdessen häckseln sie ihn klein und lassen ihn dann als Mulch auf den Boden rieseln. Dort verrottet das Schnittgut und gibt dabei seine wertvollen Nährstoffe ab. So entsteht guter Dünger für deinen Rasen, vollkommen natürlich und ohne zusätzliche Kosten.

Mulchmäher für jede Gartengröße
Hast du eine kleine Rasenfläche, bist du mit einem handbetriebenen Spindelmäher schon gut ausgerüstet. Für größere grüne Teppiche ist ein Rasenmäher mit Sichelmesser und integriertem oder nachrüstbarem Mulchkit die bessere Lösung. Zudem gibt es Mähroboter, die nach dem Mulchprinzip arbeiten.

Tipp: Mähe mindestens einmal pro Woche. Ansonsten fällt zu viel Schnittgut an, was den Rasen verfilzt.

Allgemeine Tipps zum Mulchen mit Rasenschnitt

- Mulche nur bei anhaltend trockenem Wetter. Bei Nässe ist es besser, den Rasenschnitt im Fangkorb des Rasenmähers aufzufangen und zu kompostieren.
Verwende nie Rasenschnitt, der samentragende Gräser enthält. Diese könnten keimen, sodass du sie später wieder jäten müsstest.
- Nutze im Gemüsebeet nur leicht angetrockneten Rasenschnitt.

Rasenschnitt in der Biotonne? Vorsicht!
Rasenschnitt ist viel zu kostbar, um in der Biotonne zu landen. Aber nicht nur das: Es kann sogar gefährlich werden, das frische Schnittgut in die Tonne zu stopfen. Das Gras beginnt schnell zu gären. Dabei entwickelt es eine beachtliche Hitze. Diese führt im schlimmsten Fall dazu, dass sich das Schnittgut selbst entzündet. Wenn du in deinem Garten mal keine Verwendung für den Rasenschnitt findest, lass ihn unbedingt antrocknen, bevor du ihn in die Tonne gibst.